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Taugenix Fanzine Nr. 11

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"Wir haben beide Arten von Musik - Country UND Western." Daran muss ich unweigerlich denken, bei dem Konzept eines Deutschpunkfanzines. Es ist ähnlich eng gefasst wie ein Fachmagazin für Pommes mit Mayonnaise. Aber ein Feld von ZK bis Schrottgrenze ist letztendlich dann doch weiter als nur von einem fettigen Pommes-Ende zum anderen.

Nachdem mir zwischenzeitlich zwei/drei Ausgaben komplett entgangen sind, fällt mir gleich das verbesserte Layout auf. An der Stelle bin ich aber gerne nochmal richtig konstruktiv und empfehle den Machern, mehr einspaltige Texte ruhig zwei- oder dreispaltig zu setzen. Dadurch verringert sich die Spaltenbreite und man findet am Ende einer gelesenen Zeile die nachfolgende schneller und ist so beim Lesen weniger angestrengt. Aber genug der Form!

Der Inhalt bietet locker zu lesende Interviews mit oben schon genannten Bands sowie den Lost Lyrics, Oralapostel, Popperklopper und weiteren, dazu Rezepte für Tofu und einen Cocktail, Kolumnen und Kommentare über zersägte Kiefer, altbekannte (und nichtsdestotrotz wichtige) Missstände und so weiter. Nette Sache auch der Glühbirnentext, der Marxschen Antikapitalismus auf eine sehr allgemeinverständliche Sprache herunterhebt und nebenher noch das antideutsche "Aufs Ganze"-Bündnis ein wenig auseinandernimmt. Leider war dieser Text dank mikroskopischer Schrift und langer Zeilen sehr anstrengend zu lesen (Soviel dann auch zu dem Wert, den es hat, wenn ich zu mir selber "Genug der Form!" sage).

Und wie immer gibt es eine CD-Beilage mit verschieden guter deutschsprachiger Punkmusik. Dabei werden die Baffdecks so historisch behandelt, dass ich mich alt fühle.

Taugenix-Fanzine


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Aktualisiert ( Donnerstag, 03. Dezember 2009 um 15:04 )  

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