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Sprachfeminismus

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Liebe Leser!

Da ich mehr und mehr genervt bin von sämtlichen krampfigen Versuchen, bei jeder Personengruppe auch explizit Frauen mitzunennen, bis auch die letzte geschlechtsneutrale Personenbezeichnung zur Männlichkeit verdammt ist, möchte ich auf einen Aufsatz zu dem Thema verweisen: "Sprachzerstörung aus Konzilianz" von Dr. Arthur Brühlmeier. Es entwickelt sich immer mehr eine unlesbare Schriftsprache. Gerade bin ich auf eine "Raucherinnenkneipe" gestoßen. Das Binnen-I begünstigt derartige sexististische Tippfehler.

Nachtrag: Die Raucherinnenkneipe war sogar Absicht, wie mir im Nachhinein verraten wurde. Ein kleiner antisexistischer Scherz, den ich nicht verstanden hatte. Aber nochmal ganz deutlich: Ich bin für die absolute Gleichberechtigung der Geschlechter (ausgenommen die Bereiche, in denen dies biologisch nicht möglich ist). Für eine flüssige, praktikable Sprache ist eine geschlechtsneutrale Personenbezeichnung unerlässlich. Das finde ich persönlich antisexistischer als die ständige Doppelnennung von Kundinnen und Kunden und Arbeiterinnen und Arbeitern. Für die Arbeit eines Buchhalters beispielsweise ist es völlig irrelevant, was dieser zwischen den Beinen hat. Für Mutter und Vater spielt das Geschlecht in der Rolle als Mutter oder Vater eine größere Rolle, und deshalb gibt es da dann gesondert die Sammelbezeichnung Eltern, um sie auch mal vernünftig zusammenzufassen.


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Aktualisiert ( Sonntag, 09. Mai 2010 um 13:40 )