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Brausepöter – „Komplett! 1979-1991“ CD + Download

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ÜF-CD028

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Bald 34 Jahre nach Bandgründung erscheint nun endlich das erste Album von Brausepöter. Ihre erste Single von 1980 gehörte zu den ganz frühen ZickZack-Veröffentlichungen. Leider war sie so schlimm produziert, dass sie der Band nicht gerecht wurde und ihr kaum ein Klassikerstatus angedeihen konnte. Die Musikpresse sah das allerdings ganz anders, und so setzte etwa die Spex die Single an die Spitze ihrer Charts.

Wie die beiden Songs der Single eigentlich klingen sollten, ist auf dieser umfangreichen Zusammenstellung zu hören. Dieser Einblick ins Tonarchiv der Band zeigt die Band in ihrem ganzen rauhen Charme. Selbst jene Aufnahmen, die mit dem einfachsten Equipment (einem Kassettenrecorder) aufgenommen wurden, klingen erstaunlich gut.

1982 löste sich Brausepöter auf. Doch Frontmann Martin Lück nahm auch allein in den folgenden Jahren weiter Musik auf, die sich so gut an das Brausepöter-Bandmaterial anfügt, dass sie auf dieser CD auch vertreten ist.

Die Musik von Brausepöter ist ein Mix aus Punkrock, verschiedenen New-Wave-Einflüssen, Ska, Powerpop usw. Die Gitarre wird schonmal gegen ein Klavier getauscht. Und die Texte sind (abgesehen von einer einzigen Ausnahme) in deutsch, aus der Perspektive des persönlichen Erlebens und mit einer erquicklichen Prise Humor.

Die CD kommt mit 16-seitigem Booklet incl. aller Songtexte und einem ganzen Schwung Fotos.

Seit Ende 2010 steht Brausepöter wieder in Gründungsbesetzung auf der Bühne und klingt, als wäre seit 1982 kein Tag vergangen.

 

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Aktualisiert ( Donnerstag, 22. Dezember 2011 um 12:23 )
 

Jeremy Irons & the Ratgang Malibus – „Bloom“ CD

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Nein, der Schauspieler Jeremy Irons ist hier nicht unter die Musiker gegangen. Vielmehr fröhnen hier vier Schweden ihrer Retrorock-Nostalgie. 70er-Jahre-Hard- und Bluesrock mit End-60er Psychedelik und zwischendrin mit „Tales of the Future“ einer deutlichen Verbeugung in Richtung Rolling Stones. Und wo die Musik schon so in der Vergangenheit steht, klingt auch die Produktion angemessen rau und trocken im alten Stil. Abwechslungsreich, dynamisch, voller deutlich hörbarer Spielfreude und spannender Details, spieltechnisch voll auf der Höhe, gesanglich top; das rockt und macht großen Spaß. Ein echtes Highlight!

(Transubstans)

 

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Aktualisiert ( Freitag, 16. September 2011 um 23:17 )
 

Grand Cafe – „Million Miles Away“ CD-EP

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Grand Cafe sind deutlich beeinflusst vom 70s-Rock. Doch statt einfach trocken daherzurocken, zeichnen sich ihre Songs durch atmosphärische Dichte aus. Gekrönt wird diese von eingängig fließenden Refrains. Die erste Nummer „Million Miles Away“ ist ein unwiderstehlicher Schmachtfetzen. „The Captain Roams“ und „What Were You Hiding From“ stapfen gleich viel erdiger auf's Parkett, auch wenn das Tempo dabei recht gemütlich bleibt. Etwas treibender wird es mit „The World Is In your Head“, wieder mit einer äußerst hymnischen Hookline. Und nach vier Songs ist dann leider schon Schicht. Die ganze Scheibe ist durchzogen von einem bittersüßen Schmerz, der in einer energiereichen Form daher kommt. Mitreißend und eigentlich viel zu kurz.

Grand Cafe

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Punx-Boots-Tour mit Contra D, Untenrum, Atomkrieg, Drunken Disaster – 23. Juli 2011, AJZ Banane, Erfurt

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Die Sex Pistols mit „God Save the Queen“ auf der Themse – solche und ähnliche Bilder sind es doch, die man im Kopf hat, wenn man von einer Punx-Boots-Tour hört. Das erste Missverständnis, dass wir mit Contra D auf dem Boot spielen sollten, war schnell beiseite geräumt. Wir sollten also erst nach der Bootsfahrt im Erfurter AJZ Banane spielen. Also freuten wir uns auf einen geselligen Ausflug mit anschließendem Gig.

Damit es früh losgehen konnte, trafen wir fünf uns schon am Vorabend im Hause Aldi und Lappi, um zu vermeiden, dass irgendjemand von uns am Morgen nicht rechtzeitig zur Abfahrt am Bahnhof auftaucht. Bei einer Abfahrtszeit von ca. Viertel vor Sechs eine berechtigte Sorge. Mir war klar, wenn ich so früh am Morgen aufstehen muss, dann sollte ich verhältnismäßig früh zu Bett gehen und gleichzeitig auch Sorge dafür tragen, dass ich mich nicht etwa verkatert aus den Federn kämpfen muss. Für mich kein so riesiges Problem.

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Aktualisiert ( Sonntag, 31. Juli 2011 um 09:00 ) Weiterlesen...
 

Puck

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Lästig ist es, hat man sich ungewollt einen Schwarm Drosophilae herangezüchtet. In Wolkenformation ermahnen sie zum Entsorgen eines bräunlichen Apfelkerngehäuses oder einer schwarz geschrumpften Bananenschale. Glücklicherweise befindet sich dergleichen derzeit nicht in meinem Haushalt, denn allmählich trägt mein Motivationsschub, meine Wohnung in einen nicht erbärmlichen Zustand zu überfrühren, Früchte – und zwar solche, wie sie von Fruchtfliegen gemeinhin gemieden werden.

Aber wem ist das alles völlig schnuppe!? Einer einzelnen einsamen Stubenfliege!

In meiner Kindheit stand mein Elternhaus neben einer Kuhweide, so dass Stubenfliegen genauso selbstverständlich durchs Haus flogen wie die Spielsachen von meinem Bruder und mir. Aber erwünscht war das Herumfliegen in beiden Fällen nicht, und deshalb gehörten regulär zum Haushalt unwirsche Ermahnungen, aufzuräumen, wie auch Fliegenklatschen und schnell mit Stubenfliegen verzierte gelbbraune, klebrige Kringelbänder, die von der Decke baumelten. 

Heutzutage kann man Insektenklatschen mit elektrisierter Klatschflächer erwerben. Gestern bekam ich beim Einkaufen mit, wie ein Marktkaufkunde seine mutmaßliche Lebensgefährtin auf ein solches Werkzeug aufmerksam machte, mit dem dem Hinweise, dies sei ein Tennisschläger für Mückentennis, bloß dass die jeweilige Mücke nur ein einziges Mal mitspiele. Seinem eigenem Lachen nach zu urteilen, war seine Äußerung einer der besten Scherze, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Meinem unsicht- und -hörbaren Gelächter nach zu urteilen, war das so lustig nun auch wieder nicht.

Aktuell hat also nun eine einzelne Stubenfliege ohne Einholung meiner Einverständnis eine Wohngemeinschaft mit mir gebildet. Es ist die lästigste Fliege, die sich mir je vorgestellt hat: Sie fliegt ohne Schalldämpfer und ist damit penetrant laut. Und ständig hüpft sie mir mit ihren kitzelnden Füßchen von einer unbekleideten Hautpartie auf die nächste. Ihr Mitbewohner trachtet ihr bereits nach dem Leben.

Zu allem Überfluss tut sie nichts im Haushalt. Nie spült sie das Geschirr. Die schmutzige Wäsche bleibt liegen, und für ihre Nebenkosten kommt sie auch nicht auf. Und wenn sie sich totschlagen lassen soll, dann fliegt sie der Konfrontation flink und feige davon.

Ich trau mich nichteinmal mehr, meinen Teleporter zu benutzen.

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Aktualisiert ( Mittwoch, 11. Juli 2012 um 10:25 )
 


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